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Geschichte

Die Anfänge der Initiative reichen bis ins Jahr 1999 zurück. Der damalige Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Fürstenwalde (Land Brandenburg) Bert Schumann lernte in Holland ein ähnliches Beratungsprojekt im Flüchtlingsbereich kennen: dort engagierten sich Führungskräfte ehrenamtlich für deren Integration in Arbeit. Er war sofort sicher: dieses Modell brauchen vor allem die Menschen in den strukturschwachen neuen Bundesländern. Gedacht, getan: Er gründete eine Abteilung "Arbeit durch Management/PATENMODELL". Kooperationspartner aus der Wirtschaft waren bald gefunden: der lokale Rotary-Club, eine Zeitarbeitsfirma, Vattenfall Europe Berlin AG & Co KG (damals noch VEAG) und Bombardier brachten die Initiative voran. Auch die Landesregierung Brandenburg, die Arbeitsagentur und andere öffentliche Partner fanden sich als Unterstützer dieser Idee zu einem Ziel zusammen: den arbeitsuchenden Menschen unbürokratisch und schnell weiter zu helfen.

Getragen vom bürgerschaftlichen Engagement vieler Führungskräfte stellten sich die ersten Beratungs- und Vermittlungserfolge ein.

Bald darauf übernahm Herr Konrad Müller die Abteilung und führte den Hauptsitz der Initiative nach Berlin, von wo er dann die Aktivitäten zunächst auf ganz Berlin-Brandenburg und später auch auf weitere Bundesländer ausdehnte. Mittlerweile beraten und coachen die freiwilligen Führungskräfte bundesweit Arbeitsuchende im Rahmen der JobPATENSCHAFTEN.

Ermöglicht wurde dies auch durch die enge Kooperation mit vielen Partnern, stellvertretend sei hier die Kampagne „TeamArbeit für Deutschland“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit genannt.

Neue Projekte wurden begonnen:

  • Im Jahr 2003 startete die Initiative das Projekt "Mentoren und Kulturcoaches für Migrant/innen" im Kontext der Berliner Equal-Entwicklungspartnerschaft QiA (Qualifizierung in interkulturelle Arbeit) und fokussierte sich auf eine neue Zielgruppe. Frau Dr. Jutta Anna Kleber, die bereits seit einem Jahr ehrenamtlich das Vorankommen der Initiative als Organisationsberaterin unterstützt hatte, wechselte mit diesem Projekt auf die hauptamtlliche Seite der Initiative. Das Projekt wurde bis Ende 2007 durchgeführt. Im September 2007 zeichnete die Initiative als Zeichen des Engagements für eine kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt die Charta der Vielfalt, initiiert von der Bundesbeauftragten für Integration und Migration, Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.
  • Seit 2004 wird mit Unterstützung der Robert Bosch-Stiftung die bundesweite Ausdehnung der Initiative vorangetrieben.
  • Job ("Jobs ohne Barrieren") ist ein Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, an der sich die Initiative seit März 2005 mit der "Jobbrücke. PATENSCHAFTEN für Menschen mit Handicap" beteiligt. Von 2007 bis 2009 wurde dieses Projekt an insgesamt 10 Standorten im Bundesgebiet durchgeführt.
  • Im Januar 2005 starteten wir mit der Promotion der Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene in der Berufsorientierung und im Übergang Schule-Beruf in Spandau und Kreuzberg.
  • 2006 - 2007 wurden jugendlichen Hartz-IV-Empfängern PATENSCHAFTEN angeboten im Aktivierungsprojekt J.O.P. (Kooperation mit dem Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg).
  • Anfang 2007 startete das von Vattenfall Europe Berlin AG & Co KG geförderte Projekt AusbildungsPARTNERSCHAFTEN, das Auslernerinnen und Auslernen, die nicht übernommen werden können, PATENSCHAFTEN anbietet, um frühzeitig die erfolgreiche Umorientierung zu bewältigen und gar nicht erst arbeitslos zu werden. Das Projekt lief  im Dezember 2009 aus.
  • Im März 2008 startete die "Ausbildungsbrücke. Das Juliane-von-Friesen-Netzwerk". AusbildungsPATEN begleiten Haupt- und Realschülerinnen und -schüler von der Vorabschlussklasse bis zum Ende der Ausbildung.

So wächst die Initiative in zwei Richtungen: räumlich in die gesamte Bundesrepublik und inhaltlich in viele neue Ehrenamtssegmente im qualifizierten Bereich.

Seit Januar 2005 ist die Initiative dem Landesverband des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (DWBO) angegliedert. Im Sommer 2007 wurde der Verein "Arbeit durch Management/PATENMODELL" gegründet, in dem sich auch das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands engagiert.

Wir sehen beim Aufbau einer umfassenden Bürgergesellschaft in Deutschland eine große Aufgabe: die Bereitstellung und das Management hochqualifizierter Ehrenamtsangebote, in denen sich die Menschen auf der Höhe ihrer persönlichen Qualifikation bürgerschaftlich engagieren können.

Es ist ein wichtiger Baustein der organisationsinternen Identität, dass die Reise von "Arbeit durch Management/PATENMODELL" im Osten Deutschlands begonnen hat und von da aus das gesamte Bundesgebiet erreichte.