Eine außergewöhnliche PATENSCHAFT

- (v.l.)Frau Steiner, Frau Decker und Herr Ernst imStudio-Interview bei der NDR Moderatorin Julia Vogt
Als Frau Steiner im Sept. 2009 bei der Agentur für Arbeit von der Möglichkeit erfuhr, dass es das PATENMODELL der Diakonie gibt, mit Menschen die sich freiwillig und ehrenamtlich als PATE zur Verfügung stellen und gute Tipps bei der Jobsuche geben, war sie sofort begeistert und trug sich in der Datenbank als Arbeitsuchende ein. Es dauerte nur einen Monat bis Frau Decker die PATENSCHAFT übernahm.
Als ehemalige Unternehmerin, die sich aus dem Alltagsgeschäft zurückgezogen und darauf hin eine Ausbildung als Coach absolviert hat, bringt Frau Decker ideale Voraussetzungen für die Arbeit als PATIN mit: Lebenserfahrung, Erfahrung beim Führen von Mitarbeitern, finanzielle und zeitliche Unabhängigkeit und den Willen für die Mitmenschen (und damit auch für sich selbst) etwas Gutes zu tun.
Und so beginnt die Arbeit: Bewerbungsmappe optimieren, Bewerbungsgespräche üben, wie präsentiere ich mich im Vorstellungsgespräch, wie bewerbe ich mich initiativ im Unterschied zu Stellenanzeigen usw. usw.: die Arbeitsphase der PATENSCHAFT.
Als das PATENMODELL aus Hildesheim zum 15.12.09 eingeladen wird, sich in der „Plattenkiste“ vom NDR zu präsentieren, sagt Frau Steiner sofort zu, gemeinsam mit Frau Decker und dem zuständigen Koordinator Herrn Ernst nach Hannover zu fahren. Dort berichten die drei live im Studio vom PATENMODELL.
Den i-Punkt des Gespräches kann jedoch Frau Steiner setzten:sie hat nach kurzer, intensiver Beratungszeit einen neuen Job in der Kosmetik-Branche gefunden.
Mit Beharrlichkeit zum Erfolg - Erfolgsstory Heinbokel / Richter

- Dennis Richter(li.) mit Jobpate Robert Heinbokel
Dennis Richter hatte sein Aufbaustudium in Speyer im Bereich Verwaltungswissenschaften abgeschlossen, nachdem er schon vorher Politikwissenschaften in Münster studiert hatte. An ausreichender Qualifikation mangelte es ihm also nicht. Nachdem er schon viele Bewerbungen geschrieben hatte und sich nach einem Jahr noch keine Perspektive für ihn zeigte, schöpfte er Hoffnung, als sein Vermittler bei der Arbeitsagentur ihn auf das PATENMODELL aufmerksam machte. Dort trug er sich in der Datenbank als Arbeitssuchender ein. Nach einer knapp einmonatigen Wartezeit übernahm Herr Heinbokel die PATENSCHAFT.
Herr Heinbokel kennt als ehemaliger Geschäftsführer des Krankenhauses Alfeld die Sorgen und Nöte von Mitarbeitern. Jahrelang hatte er selber die Verantwortung dafür, dass in „seinem“ Krankenhaus der richte Mensch auf dem richtigen Platz sitzt. Er meint: „ Ich hatte schon immer viel Verständnis für soziale Fragen und das Positive, was ich in meinem (Arbeits) Leben erfahren habe, kann ich als JobPATE in gewisser Weise den Menschen wieder zurückgeben“.
Nach einer Kennenlernphase wurde ein Arbeitsplan aufgestellt:
Was wollen wir wann in welcher Zeit erreichen; wo kann ich Ihnen konkrete Unterstützung anbieten.
Es wurde eine Stärken-/Schwächenanalyse durchgeführt, Softskills ermittelt, berufliche Perspektiven erörtert, Bewerbungsunterlagen gesichtet und optimiert und Vorstellungsgespräche geprobt; alles in einem vorher fest vereinbarten Zeitrahmen.
Eine besondere Note bekam die PATENSCHAFT, als im März 2009 die Hildesheimer Allgemeine Zeitung einen Artikel über das PATENMODELL veröffentlichte. Hier wurde sehr schön sowohl über das PATENMODELL als auch die Situation von Dennis Richter berichtet.
Ein 1,5 monatiges Praktikum bei der Ruhrkohle AG (RAG) in Herne und Bottrop brachte Dennis Richter noch nicht ans Ziel, eröffnet ihm aber neue Perspektiven. Die Arbeitsagentur förderte noch eine Ausbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten, weitere Bewerbungen wurden geschrieben und dann endlich kam der Durchbruch:durch sein immer größer werdendes Netzwerk, den Eindruck, den er während des Praktikums hinterlassen hatte und die guten Ideen und Hilfe aus der PATENSCHAFT, konnte er zum 01.01.2010 einen Arbeitsvertrag für eine unbefristete Stelle im Bereich Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz der Ruhrkohle AG unterschreiben.
Eine nette Danke-Mail beendete diese intensive aber letztendlich erfolgreiche PATENSCHAFT nach 10 Monaten.




